Die erste ihrer Art unter AWO-Trägerschaft: Eröffnung der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Senior*innen und Senioren in der Schorfheidestraße in Eberswalde.

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Schon beim Betreten des Flurs, der zum großen Gemeinschaftsbereich mit der offenen Küche und den bodenlangen Fenstern führt, die die Räume selbst bei grauer Novemberwitterung mit Licht tränken und alles hell und freundlich erstrahlen lassen, macht sich ein Gefühl von Geborgenheit und Wärme breit. Und auch wenn die Gemeinschaftsräume aufgrund der aktuellen Materiallieferengpässe noch nicht vollständig möbliert sind, lässt sich bereits jetzt erahnen, dass die Räume schon bald ein fürsorgliches Zuhause für all diejenigen bieten werden, die im Alter zwar auf Hilfe angewiesen sind, dennoch aber so selbstständig wie möglich bleiben wollen und können.

In Eberswalde ist diese ambulant betreute Wohnform die erste ihrer Art in der AWO-Familie und mit dem Gebäudekomplex in der Schorfheidestr. 34, die von der ebenfalls der AWO zugehörigen Haus- und Grundstücksverwaltungs GmbH vermietet wird, hat der Kreisverband den perfekten Ort hierfür gefunden: im gleichen Gebäude befinden sich im Erdgeschoss die Sozialstation der AWO, die die pflegerische Versorgung der 12 Bewohner*innen übernehmen wird und im Stockwerk oberhalb der WG ist das vollstationäre Pflegewohnheim An der Barnimer Heide angesiedelt.

„Die Versorgung der Bewohner*innen wird konkret so aussehen, dass die Hilfsbedürftigkeit durch Fachpersonal gedeckt und gleichzeitig aber auch die Selbstständigkeit gefördert Blick in ein noch unbewohntes Zimmer wird“, erklärt die Fachbereichsleitung für Pflege, Annett Fiedler auf der Eröffnungsveranstaltung am 29. November 2021. „In der Nacht haben wir in der WG Präsenzkräfte vor Ort, die durch die Bewohner*innen bestimmt sind und schnelle Hilfe an der Person leisten können. Aber durch das bereits im Hause ansässige Pflegewohnheim hätten wir im Ernstfall auch Pflegefachkräfte, die aushelfen könnten – das macht diese Einrichtung so besonders.“ Ausgestattet sind die Zimmer mit eigenem Balkon und Nasszelle und auch ein Pflegebad steht in der WG bereit. Der Grundgedanke dieser Wohnform ist es, ältere Generationen vor Isolation und Einsamkeit im Alter zu schützen, während man Selbstständigkeit und Selbstbestimmung weitestmöglich beibehält.

211129 011Die WG bietet Platz für 12 Bewohner*innen – eine vergleichbar kleine Zahl, hat man andere Betreuungsformen für Pflegebedürftige vor Augen. Auch dies wirkt sich positiv auf die zu betreuenden Personen aus: das Leben in der kleinen Gemeinschaft ermöglicht eine individuelle Betreuung und Versorgungsangebote in maßgeschneiderter Form, ohne dabei zu bevormunden.

Und auch der finanzielle Aspekt ist nicht unerheblich: die Kosten für die Unterbringung in einer solchen betreuten Wohnform sind im Eigenanteil wesentlich geringer, als die Kosten für einen Platz in einer vollstationären Einrichtung. Kein Wunder also, dass es schon lange vor Eröffnung der WG sehr viele Anfragen von interessierten Angehörigen und potenziellen neuen Bewohner*innen gab.

In zahlreichen Gesprächen ermittelte die Fachbereichsleitung die richtige Konstellation und so zogen bereits am 01. Dezember die ersten vier Bewohner*innen in die Schorfheidestr. 34. „Die anderen Bewohner*innen kommen nach und nach: ab dem 15. Dezember sind wir dann zu siebt und starten so in das neue Jahr. In den Anfangsmonaten des Jahres 2022 werden wir dann vollzählig sein.“

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Von links nach rechts: Franziska Zarske (Geschäftsführerin AWO Kreisverband Eberswalde e.V.), Thoralf Schmidt (Geschäftsführer Haus- und Grundstücksverwaltungs GmbH), Annett Fiedler (Fachbereichsleitung Pflege), vorne: Barbara Bunge (Vorstandsvorsitzende AWO Kreisverband Eberswalde e.V.) bei der Eröffnung der WG am 29.11.2021

Gefördert wird das Projekt mit Geldern von der Stiftung Deutsches Hilfswerk in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fernsehlotterie. Und es soll längst nicht das einzige seiner Art bleiben; die Entstehung weiterer WGs ist bereits fest bei der AWO eingeplant: „Wir glauben, dass wir uns von der vollstationären Wohn- und Betreuungsform in Heimen lösen und neue Alternativen ins Spiel bringen müssen, um Menschen im Alter ihren Bedürfnissen entsprechend aufzufangen und ihnen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben in dieser Phase zu ermöglichen.“ Erklärt Franziska Zarske, Geschäftsführerin des AWO Kreisverbandes. „Hier sind in der Zukunft beispielsweise auch generationenübergreifende Projekte wie Betreuungsangebote für Kinder und Ältere innerhalb einer Einrichtung denkbar.“

Fotos (4): Julia Mösch/ AWO 

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